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Beamte
Zu der dienstlichen Beihilfe erhalten Beamte Zuschüsse zu den Krankheitskosten. Die Höhe der jeweiligen Zuschüsse sind entweder personen- oder familienstandsbezogen und sind je nach Bundesland verschieden. Tipps unter Beihilfe!
Befreiung von der Versicherungspflicht
Der Arbeitnehmer kann sich unwiderruflich von der Versicherungspflicht befreien lassen ( Ausnahme Arbeitslosigkeit), wenn er durch Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze zum 1. Januar des Jahres krankenversicherungspflichtig wird. Von der Befreiung betroffen sind auch: Für Studenten, die nur zu Beginn des Studiums versicherungspflichtig sind, gilt die Befreiung während des Studiums Ärzte während der Praktikumszeit Rehabilitanten und Behinderte, wenn diese durch die Arbeit in einer geschützten Einrichtung oder eine berufsfördernde Rehamaßnahme bereits privat versichert sind Arbeitnehmer, wenn eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf die Hälfte oder weniger der regelmäßigen Wochenarbeitszeit vergleichbarer Vollbeschäftigter des Betriebes stattgefunden hat oder im Anschluss an das bisherige Berufsverhältnis ein neues Arbeitsverhältnis abgeschlossen wird, dass die bereits beschriebene Voraussetzung erfüllt. Dies gilt allerdings nur für Arbeitnehmer, die bisher wegen Überschreitung der JAE versicherungsfrei waren Arbeitnehmer, die während eines Erziehungsurlaubes eine Teilzeitbeschäftigung annehmen Künstler Landwirte Die Befreiung ist innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht bei der Krankenkasse zu beantragen. Eine von der Versicherung bestätigte Befreiung ist dauerhaft und endet bei Bezug von Arbeitslosengeld oder -hilfe, die wiederum mit einer Versicherungspflicht verbunden ist. Wenn bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Leistungen ausgezahlt wurden, beginnt die Befreiung mit der Versicherungspflicht. Andernfalls beginnt die Befreiung mit dem Kalendermonat der Antragstellung (§ SGB V).
Beginnverlegung
Der Beginn der Versicherung kann verlegt werden, wenn der Termin für die Kündigung zum Übertritt von der GKV in die PKV versäumt wurde. Der vom Antragsteller bevorzugte Versicherungsbeginn wird in Einzelfällen angenommen, wenn dadurch ein niedriger Beitrag maßgebend ist, ist aber in der Regel unerwünscht und der Versicherungsschutz kann auch nicht rückwirkend gemacht werden.
Beginn der Versicherung
Unter dem Versicherungsbeginn ist der erste Tag des Monats zu verstehen, zu dem im Versicherungsschein genannten Zeitpunkt. Dabei sollte die Zeit berücksichtigt werden, die eine Antragsbearbeitung benötigt. Daher sollte immer der erste Tag des nächsten Monats als Versicherungsbeginn genannt werden, es sei denn Neugeborene und Adoptivkinder werden nachversichert oder es handelt sich um einen Übertritt aus der gesetzlichen Krankenversicherung, oder Freien Heilfürsorge (§ 2MB/KK und MB/KT). Tipps unter : Beginn des Versicherungsschutzes
Beginn des Versicherungsschutzes
Vor dem im Versicherungsschein genannten Termin oder vor Ablauf einer vereinbarten Wartezeit besteht kein Versicherungsschutz, sondern nur nach dem Vertragsabschluss. Hat der Versicherungsnehmer den Versicherungsschein erhalten, oder wurde die Annahme schriftlich erklärt, gilt der Vertrag als geschlossen. Wenn die Annahme des Antrages nach dem Versicherungsbeginn erfolgt, werden Leistungen erst ab dem Tag des Zustandekommens bezahlt.
Behinderte
Für Behinderte, wenn diese durch die Arbeit in einer geschützten Einrichtung krankenversicherungspflichtig sind, werden die Beiträge vom monatlichen Entgelt berechnet. Dabei werden Mindestentgelte berücksichtigt.
Beihilfe
Die Beihilfe ist ein eigenständiges Krankenfürsorgesystem, das die Eigenfürsorge des Beamten ergänzen soll. Dabei beteiligt sich der Arbeitgeber an den Krankheitskosten seiner Beamten im Umfang der Fürsorgepflicht. Die Höhe dieser Beihilfe ist prozentual sehr unterschiedlich und je nach Bundesland personen- oder familienbezogen. Für den von der Beihilfe nicht abgedeckten Teil der Krankheitskosten ist eine private Versicherung notwendig. Gesonderte Regelungen gelten für Soldaten, Polizisten und Grenzschutzbeamte; Beamte bei der Bahn oder der Post haben eigene Versicherungseinrichtungen. Sonderbedingungen für niedrigere Beiträge werden für Beamtenanwärter angeboten.
Beihilfeberechtigte
Beihilfeberechtigt sind Beamte, Richter, Beamte und Richter im Ruhestand und deren Witwe und Witwer, Zeit- und Berufssoldaten in Hinsicht auf berücksichtigungsfähige Angehörige, und in eingeschränkter Weise auch Angestellte im öffentlichen Dienst.
Beihilfebescheinigung
Zur Vorlage bei der Beihilfeberechtigungsstelle erhält jeder Versicherte, der nach den Beihilfetarifen versichert ist, eine Beihilfebescheinigung.
Beihilfetarife
Beihilfetarife wurden speziell für Beihilfeberechtigte auch in der Ausbildung entwickelt und sollen den Beihilfeanspruch der Beamten ergänzen..
Beitragsbemessungsgrenze
Der Höchstbeitrag in der GKV richtet sich nach der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze, welche 75% der gesetzlichen Rentenversicherungsgrenze ausmacht. Zum 01.01. jedes Jahres wird die Beitragsbemessungsgrenze neu bestimmt. 2009 gelten folgende Einkommensgrenzen:jährlich 44.100 EUR bzw. monatlich 3.675 EUR in den alten Bundesländern und den neuen Bundesländern.Vom Bruttoeinkommen wird der GKV-Beitrag höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze berechnet. Hat der Arbeitnehmer ein Bruttoeinkommen, das über der Beitragsbemessungsgrenze liegt, kann er sich zwischen einer Mitgliedschaft in einer privaten oder einem freiwilligen Beitritt in der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden.
Beitragssatz
Der Beitrag der gesetzlichen Krankenversicherung wird aus einem festen Prozentsatz von den beitragspflichtigen Einkommen der Versicherten berechnet, also aus Löhnen, Renten und Versorgungsbezügen. Für den Beitrag von freiwillig Versicherten gibt es eine Festlegung in der Versicherungssatzung. Dabei wird die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, mindestens aber das Einkommen berücksichtigt, was bei Pflichtversicherten berücksichtigt wird. In der Satzung ist der Beitragssatz festgelegt und ist nur für die jeweilige Kasse gültig. Es gibt drei unterschiedliche Beitragssätze: Allgemeiner Beitragssatz: Versicherte mit 6 Wochen Lohnfortzahlung Erhöhter Beitragssatz: Versicherte mit weniger als 6 Wochen Lohnfortzahlung Ermäßigter Beitragssatz: Versicherte ohne Anspruch auf Krankentagegeld, oder Versicherte mit bestimmter Leistungsbeschränkung
Beitragszahlung
Jahresbeitrag, der in monatlichen Raten gezahlt werden kann.
Bundespflegesatzverordnung
Die Bundespflegesatzverordnung ist seit dem 01.01.1974 in Kraft, wurde am 01.01.1986 erstmalig geändert und regelt den Berechnungsmodus bei Unterbringung im Krankenhaus neu und löst gleichzeitig die verschiedenen Pflegeklassen 1,2,und 3 ab. Normalerweise geht man von einer Unterkunft in einem Drei- oder Mehrbettzimmer aus, aber es besteht die Möglichkeit auch ein Ein- bzw. Zweibettzimmer zu wählen. Somit kann gleichzeitig eine privatärztliche Behandlung stattfinden. Laut Bundespflegesatzverordnung setzt sich der Kostensatz für privatversicherte Patienten wie folgt zusammen: 1. allgemeiner Pflegesatz, ausgenommen med. Sondereinrichtungen, dann besonderer Pflegesatz 2. Nebenleistungen, die gesondert abgerechnet werden können, also Sonderentgelte, wie etwa diagnostische und therapeutische Verfahren, Medikamente, die nicht im Pflegesatz inbegriffen sind 3. gesondert abzurechnende Leistungen eines Belegarztes, im Drei- oder Mehrbettzimmer 4. Zuschlag für Ein- oder Zweibettzimmer, auch Sonderausstattung und Verpflegung 5. Geburtshilfe und privatärztliche Behandlung
Bundeswehr und Zivildienst
Bundeswehrangehörige werden auch während der Wehrpflicht und während Wehrübungen durch einen Truppenarzt bzw. im Lazarett kostenlos behandelt und erhalten dadurch freie Heilfürsorge. Darüber hinaus haben Angehörige der Zeit- und Berufssoldaten einen Anspruch auf Beihilfezahlung. Wenn vor dem Zeitpunkt der Einberufung eine Krankenversicherung bestand, dann kann diese durch eine Anwartschaftsversicherung erhalten werden, denn die Anwartschaftversicherung stellt sicher, nach Ausscheiden im Alter von meist 50/55 Jahren eine Krankenversicherung zu günstigen Bedingungen zu haben. Für eine Krankenhaustagegeldversicherung wird empfohlen, den vollen Versicherungsschutz aufrecht zu erhalten, denn als Besonderheit ist folgende Klausel zu beachten: Die im Krankenrevier bzw. Sanitätsbereich durchgeführte Behandlung muss durch Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung der Dienststelle ausdrücklich nachgewiesen und eine Behandlung anstelle einer objektiv medizinischen Behandlung im Lazarett oder Krankenhaus belegt werden, da der Aufenthalt im Krankenrevier oder Sanitätsbereich nicht als Krankenhausaufenthalt im Sinne der Versicherungsbedingungen gilt und sonst keine Tagegeldleistungen gezahlt werden können. Wehrpflichtigen und Zivildienstleistenden unter 25 Jahren und je nach dem auch deren Kinder und Ehepartner werden laut § 7 des Unterhaltssicherungsgesetz die Aufwendungen für private Krankenversicherungen ersetzt. Dabei ist der Ersatzanspruch für die Versicherung Dienstleistender genau so hoch, wie bei einer Anwartschaft und kann beim zuständigen Landratsamt bzw. der Stadtverwaltung beantragt werden.