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Karenztage
Als Karenztage bezeichnet man eine leistungsfreie Zeit (z. B. in der Krankentagegeldversicherung), die ab dem Tage gültig ist, ab dem der Arzt eine Arbeitsunfähigkeit feststellt. Erst nach Ablauf der Karenzzeit wird das vereinbarte Krankentagegeld gezahlt. Bei einem Angestellten beträgt die Karenzzeit i.d.R. 43 Tage ( = Leistungsfreiheit), da der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung bis zur 6. Woche leisten muss.
Kindernachversicherung
Der Versicherungsschutz beginnt bei Neugeborenen ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsüberprüfung unmittelbar nach der Geburt unter folgenden Voraussetzungen, wobei es bei der Anmeldung bei der Versicherung keinen Unterschied macht, ob ein Kind geboren oder ein minderjähriges Kind adoptiert wird: Ein Elternteil muss bis zum Zeitpunkt der Geburt mindestens drei Monate bei seiner Gesellschaft versichert sein. Im Zeitraum von zwei Monaten nach der Geburt muss die Anmeldung des Kindes bei der Versicherung rückwirkend zum ersten Tage des Geburtsmonats erfolgt sein. Laut § 2 Abs.2 MB/KK darf der Versicherungsschutz für das Neugeborene zwar nicht höher sein als für einen versicherten Elternteil, jedoch der Ambulante Tarif kann gewählt werden. Mit Rücksicht auf ein erhöhtes Risiko ist die Vereinbarung eines angemessenen Risikozuschlages bis zur einfachen Beitragshöhe zulässig.
Klinik - Card
Die Klinik - Card ist ein Krankenhausausweis, den PKV Versicherte von ihrer Versicherung erhalten. Mit der Vergabe dieses Ausweises, erklärt sich die Versicherung gegenüber dem Krankenhaus bereit, die Kosten einer stationären Behandlung zu übernehmen. Bei Zahlungsvollzug innerhalb der letzten 12 Monate, Kündigung, Stornierung des Vertrages, Anwartschaftsversicherung und Leistungsausschluss besteht kein Anspruch auf die Ausstellung einer Klinik - Card.
Krankengeld
GKV - Regelung: Für anspruchsberechtigte Mitglieder beträgt das Krankengeld zwischen 70% des wegen Arbeitsunfähigkeit entgangenen geregelten Bruttoeinkommen und maximal 70% der Beitragsbemessungsgrenze, allerdings nie mehr als 90% des entgangenen geregelten Nettoeinkommens. Davon zahlt der versicherte Arbeitnehmer Beiträge an die gesetzlichen Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungen. PKV - Regelung: Es kann zur Absicherung eines Verdienstausfalles eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen werden, wobei sich die Höhe des versicherten Tagegeldsatzes nach dem tatsächlichen Einkommen und nach den jeweiligen Abnahmerichtlinien der Unternehmen richtet, und die Leistungsdauer im Gegensatz zur GKV unbegrenzt ist. Auch Spezialtarife für Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Architekten sind möglich. Bei Arbeitsunfähigkeit durch eine Schwangerschaft oder einem medizinisch notwendigen Schwangerschaftsabbruch, ist das Krankentagegeld je nach Gesellschaft unterschiedlich. Im Gegensatz zur GKV gehen bei der PKV im Versicherungsfall vom Krankentagegeld keine Sozialversicherungsbeiträge ab. Obwohl die PKV die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung an die Bundesanstalt für Arbeit überweist, müssen die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung weiter gezahlt werden. Daher raten wir auch zur Absicherung der Krankenversicherung und des Tagegeldes. Der privat versicherte Arbeitnehmer ist davon befreit, nach Ablauf der Gehaltfortzahlung die Beiträge zur Rentenversicherung durch seinen Arbeitgeber zu entrichten.
Krankenhausbehandlung
PKV Privat Krankenversicherte können unter den öffentlichen und den Privatkrankenhäusern frei wählen, gleichgültig ob in diesen Anstalten auch Kuren bzw. Sanatoriumsbehandlungen durchgeführt werden. Die Behandlung muss lediglich medizinisch notwendig und nur im Krankenhaus durchführbar sein. Bei schriftlicher Leistungszusage von Seiten der Versicherung kann eine stationäre Behandlung sogar ausserhalb Deutschlands erfolgen, denn der Versicherungsschutz ist für ganz Europa gültig. GKV Der GKV Versicherte ist dazu verpflichtet, für die Behandlung das nächst gelegene Krankenhaus zu wählen, dabei muss der Versicherte täglich den gesetzlich geregelten Eigenanteil je Tag des Aufenthaltes zuzahlen.
Krankenhaustagegeld
Die Krankenhaustagegeldversicherung ist ein mit der Versicherung vereinbarter Geldbetrag, der für jeden Tag einer medizinisch notwendigen Behandlung i.d.R. zeitlich unbegrenzt, bar und steuerfrei ausgezahlt wird.
Krankentagegeldversicherung
Nach Ablauf der Karenzzeit, bietet die Krankentagegeldversicherung, die auch Verdienstausfallversicherung genannt wird, ein Tagegeld, das in vereinbarter Höhe ausgezahlt wird, gleichgültig ob der Patient zu Hause oder in einem Krankenhaus behandelt wird. Die Karenzzeit für Angestellte beträgt 43 Tage oder mehr, für Selbständige z. B. 4, 8, 15, 22, 29, 43 Tage, oder mehr z. B. 186 oder 365 Tage. Die Krankentagegeldversicherung tritt ein, wenn aufgrund eines Unfalls oder Krankheit eine völlige Arbeitsunfähigkeit ärztlich festgestellt wird, die unbedingt medizinische Behandlung erfordert. Das Krankentagegeld wird nach Tarif für jeden Tag der Arbeitsunfähigkeit, zeitlich unbegrenzt, ohne Abzug von Sozialabgaben und steuerfrei im Anschluss an die Karenzzeit ausgezahlt, dabei sind auftretende Berufskrankheiten oder Berufsunfälle ohne weitere Zuschläge mitversichert. Stellt der Arzt eine Arbeitsunfähigkeit fest, muss diese bei einigen Gesellschaften sofort, bei anderen bis spätestens zu Leistungsbeginn bei der Versicherung gemeldet werden.
Krankheitskostenvollversicherung (KKV)
Als Krankheitskostenvollversicherung bezeichnet man die klassische Krankenversicherungsabsicherung in die Bereiche: Ambulante Heilbehandlung Stationäre Heilbehandlung Zahnärztliche Heilbehandlung Krankentagegeldversicherung Krankenhaustagegeldversicherung
Kuren GKV
Besteht eine ärztlich nachgewiesene Behandlungsnotwendigkeit, werden die Kosten während des gesamten Kuraufenthaltes unbegrenzt von der GKV übernommen, wobei, wie auch bei stationären Behandlungen, ein Eigenanteil vorgesehen ist. Besteht für eine Kur keine medizinische Notwendigkeit, muss diese vom Versicherten (bis auf einen kleinen Zuschuss der GKV von 7,50 EUR) selbst finanziert werden. Der Rentenversicherungsträger oder die GKV kann nur alle vier Jahre eine Kur und bei Anschlussheilbehandlungen über einen Zeitraum von 3 Wochen, eine Unterstützung von 6,- bzw. 4,50 EUR gewähren.
Kuren PKV
Einige Unternehmen kommen für ambulante Heilbehandlungen in einem Heilbad oder Kurort nicht auf. Jedoch ambulante Behandlungen, wie Arzt, physikalische Leistungen, Kurplan, Arzneien und Kurtaxe werden von der PKV tariflich getragen. Die Unterbringungskosten trägt der PKV Versicherte i.d.R. selbst. Unter bestimmten Voraussetzungen übernehmen auch die BfA bzw. LVA als Leistungsträger die Kosten für PKV Versicherte, auch wenn keine Mitgliedschaft mehr besteht, sollte die Kostenübernahme auf jeden Fall beantragt werden. Laut § 4 Abs. 5 MB/KK und Abs.9 MB/KT, wird bei Tbc die Kosten im vertraglichen Umfang bei einer stationären Tbc Heilstättenbehandlung und Sanatorienbehandlung erstattet. Die stationäre Reha im Krankenhaus ist mitversichert. Zur Deckung der Unterkunftskosten (z.B. Kurtagegeld) bieten einige Gesellschaften einen Kurzusatztarif oder Kurzuschuss an. Der Leistungsanspruch bei den Rentenversicherungsträgern bleibt auch bei PKV Versicherten bestehen.