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Ratenzahlung
Es wird dem Versicherten eine Stundung gewährt, allerdings wird der Beitrag unterteilt. Das bedeutet, dass bei einem Rücktritt des Versicherers vom Vertrag, wie etwa durch eine Anzeigepflichtverletzung, der Versicherer Anspruch auf die Beitragszahlungen hat, bis zum Ende des Jahres. Die erste Rate wird spätestens bei Aushändigung des Versicherungsscheines fällig. Dabei ist zu beachten, dass der Versicherte bei Nichtzahlung der ersten Prämie innerhalb von 3 Monaten nach der Fälligkeit vom Vertrag zurücktreten muss (§ 38 VVG). Wenn der Beitrag allerdings ein Jahr im voraus geleistet wird, gewährt der Versicherer einen Beitragsnachlass.
Rehabilitation
Die Rentenversicherungsträger BfA und LVA sowie die Berufsgenossenschaften leisten in der Regel die Kosten für eine Rehabilitation und gewähren dem Versicherten während der Rehabilitation ein Übergangsgeld für den vorläufigen Lohnausfall.
Reisekrankenversicherung
oder Auslandskrankenversicherung PKV Die Reisekrankenversicherung bietet Absicherung gegen akut eintretende Erkrankungen und Unfälle bei Auslandreisen. In dem Versicherungsangebot sind enthalten, Kostenerstattung für: medizinisch notwendige ambulante Behandlung schmerzstillende zahnärztliche Behandlung Stationäre Behandlung im Krankenhaus Mehraufwendungen, beispielsweise durch einen notwendigen, ärztlich angeordneten Rücktransport des Erkrankten an seinen Wohnsitz oder in das nächste Krankenhaus Ambulanzflug Bestattungskosten am Sterbeort oder Überführung Die Tarife für eine Reisekrankenversicherung werden zu niedrigen Prämien und über einen gewissen Reisezeitraum angeboten und sehen auch keine Wartezeit vor. Die Prämien währen um ein Vielfaches höher, wenn bestimmte Vorerkrankungen mit in den Reisetarif eingeschlossen wären, also ist zu beachten, dass keine Leistungspflicht der Versicherung besteht, wenn zum Versicherungsabschluss bereits Vorerkrankungen bestanden, deren Folgen zu nicht eingeplanten Behandlungskosten während der Reise führen. Obwohl private Krankenversicherungen auch im Ausland gelten, sollte der Versicherte eine Reisekrankenversicherung abschließen, damit er nicht auf einen Anspruch auf Beitragsrückerstattung durch Behandlungskosten im Ausland verzichten muss. GKV Obwohl es für einige europäischen Länder sogenannte Berechtigungsscheine gibt, werden diese oft nicht akzeptiert und die GKV bietet meistens keinen Versicherungsschutz im Ausland an und bietet auch keine Zuschüsse für Ambulanzflüge. Daher sollte jeder GKV Versicherte zusätzlich eine Reisekrankenversicherung abschließen. ( Vgl. Auslandaufenthalt GKV) Meistens sind die Reiseversicherungen auf eine Dauer von 4-6 Wochen begrenzt. Bei einem Auslandsaufenthalt, der über diese Zeit hinaus dauern soll, bietet sich eine spezielle Reiseversicherung an, die nach Tagen berechnet und auch nach Tagen festgelegt wird.
Rentner
GKV Versicherte Rentner in einer privaten Versicherung leisten einen Beitrag in Höhe von 13,4% bzw. 13,3% ihrer Rente an die Krankenversicherung für Rentner, wobei sie von dem Rentenversicherer einen Rentenzuschuss von 6,7% bzw. 6,65% erhalten, der unter Umständen die Hälfte des tatsächlichen Beitrags ausmachen kann (gültig bis 30.07.97). Seit dem 01.07.97 richtet sich der Krankenversicherungsbeitrag nach dem individuellen Beitragssatz der Krankenkasse des Rentners aufgrund des Risikostrukturausgleiches. Der versicherungspflichtige Rentner zahlt die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes der zuständigen Krankenkassen auch für alle gesonderten Einnahmen, ausserhalb der Rente, wie Gelder aus selbstständiger Arbeit, Pensionen oder Versorgungsbezüge, wenn diese Bezüge über der Grenze von 106,75 EUR bzw. 91,- EUR liegen. Der gleiche Beitragssatz gilt auch für freiwillig versicherte Rentner. Auch hier muss auf zusätzliche Versorgungsbezüge, Arbeitseinnahmen, Zins- und Mieteinnahmen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zusätzlich die volle Kassensumme ohne Anspruch auf Krankengeld gezahlt werden. Der Beitragszuschuss erfolgt wie bei Pflichtversicherten. Für alle freiwillig- und pflichtversicherten Rentner, die bereits vor dem 31.12.92 Rente bezogen, bleibt die Beitragsbelastung von einem halben Allgemeinbeitrag der jeweiligen Krankenkasse. Unter einer gewissen Einnahmegrenze sind beschäftigte Rentner zwar von der Beitragszahlung freigestellt, bei Überschreiten jedoch sind alle Einnahmen inklusive der Rente bis zur Beitragsbemessungsgrenze beitragspflichtig. Rentner, die seit der erstmaligen Aufnahme einer Erwerbstätigkeit bis zur Stellung des Rentenantrages wenigstens 9/10 der zweiten Hälfte des Zeitraums pflichtversichert oder Mitglied der Familienversicherung waren, sind pflichtversichert (§ 5 SGB V). Rentner können von der Versicherungspflicht befreit werden, wenn seit dem Beginn der Versicherungspflicht an, oder sonst vom Beginn des dem Befreiungsantrag folgenden Monat, noch keine Leistungen in Anspruch genommen wurden. Die Befreiung muss innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht schriftlich beantragt werden (§ 8 SGB V). PKV Versicherte PKV versicherte Rentner erhalten vom Versicherer einen Beitragszuschuss, der genau so hoch ist, wie der Beitragszuschuss eines GKV versicherten Rentners. Im Gegensatz zur GKV müssen für gesonderte Bezüge und Einnahmen des versicherten Rentners bei der PKV keine weiteren Beiträge geleistet werden. VGL. Standardtarif
Risikostrukturausgleich
Ein einnahmeorientierter, bundesweiter, finanzieller Ausgleich aller Kassenarten und Krankenkassen wurde durch das Gesundheitsstrukturgesetz geschaffen, das zu große Beitragsunterschiede vermeiden soll, in dem bestimmte Risikounterschiede nach einem festgesetzten Rechenschema durch das Bundesversicherungsamt ausgeglichen werden. Seit dem 1.1.94 tritt der Risikostrukturausgleich in Kraft und wurden auch gleichzeitig alle anderen internen Finanzausgleiche der Krankenkassen abgeschafft. Seit dem 1.1.95 ist auch der KVdR - Ausgleich mit in den Ausgleich eingebunden. Dabei wurden Unterschiede bei beitragspflichtigen Einnahmen der Versicherten, bei der Zahl der familienversicherten Angehörigen und bei der Alters- und Geschlechtsstruktur der Versicherten ausgeglichen. Das unterschiedlich wirtschaftliche Verhalten der Versicherungen wird nicht ausgeglichen, sondern der Konkurrenzkampf der Krankenkassen wird durch das Wahlrecht der Versicherten noch gefördert.
Risikozuschlag
Besteht durch Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko, können für die Annahme des Antrages besondere Bedingungen, also eine sogenannte Erschwerung in Form eines Ausschlusses oder eines Risikozuschlages gestellt werden. Diese Erschwerungen können dauerhaft oder mit Zusage einer späteren Überprüfung vereinbart werden. Die Wahl der Erschwerung wird von Faktoren, wie Alter der versicherten Person, Dauer und Schwere der Erkrankung oder auch Unfallfolgen abhängig gemacht.
Rooming in
In vielen Krankenhäusern wird, wenn ein Kind stationär behandelt werden muss, auch ein Bett für die Eltern bereit gestellt, um den ständigen Kontakt zu ermöglichen. Über den Aufenthalt der Eltern im Krankenhaus und den damit verbundenen Kosten wird eine Rechnung erstellt. Die Familie kann sich durch den Abschluss einer Krankenhaustagegeldversicherung für das Kind gegen diese Mehrkosten absichern, oder mit der Gesellschaft eine Vereinbarung treffen, die im Bereich des stationären Tarifs Leistungen für ein Ein- oder Zweibettzimmer vorsieht oder zusatzversichert.