Arbeiter mit Sicherheitsschuhen tritt in einen Nagel

Bei einem Bauvorhaben geht es meist um richtig viel Geld und dementsprechend auch um hohe Darlehensbeträge. Fast immer werden die Eigenmittel nahezu vollständig ausgeschöpft, sodass kein großer finanzieller Spielraum besteht. In anderen Worten: Wenn die tatsächlichen Kosten höher ausfallen, als zunächst kalkuliert, reichen die Mittel nicht. Oft bleibt dann nur die Nachfinanzierung, die jedoch richtig teuer werden kann.

Der genaue Kapitalbedarf sollte bekannt sein

Umso wichtiger ist es, die voraussichtlichen Kosten möglichst genau zu ermitteln. Doch leider geschieht dies in der Praxis längst nicht immer. Es kommt häufiger vor, dass sich Bauherren plötzlich ganz anderen Ausgaben konfrontiert sehen und daraufhin nicht wissen, woher sie das zusätzlich benötigte Kapital nehmen sollen.

Betroffene suchen die Schuld dann meist bei ihren Beratern oder auch Ansprechpartnern der Unternehmen, die letztlich erste Angebote erstellt haben. Doch am Ende besteht nur selten die Möglichkeit, Haftungsansprüche geltend zu machen. In anderen Worten: Die Bauherren müssen die Mehrkosten selbst tragen und haben keine Möglichkeit, sich das Geld erstatten zu lassen.

Lieber doppelt absichern

Deshalb empfiehlt es sich, bei der Kostenkalkulation kein Risiko einzugehen. Ganz egal wie renommiert und erfahren ein Berater auch ist, es schadet nie, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Die Überprüfung einer Kostenkalkulation mag zwar ihren Preis haben oder schlichtweg Zeit kosten, um alternative Angebote einzuholen, doch letztlich wird eine sinnvolle Investition getätigt. Immerhin lassen sich somit drohende Mehrkosten frühzeitig entdecken, wodurch mit etwas Glück noch ein Gegensteuern möglich ist und sich größere finanzielle Schwierigkeiten abwehren lassen.

Übrigens ist es außerdem ratsam, einen sehr großen Kostenpuffer einzuplanen. Er verspricht eine zusätzliche Sicherheit und bewahrt vor der teuren Nachfinanzierung. Welche Größe sich empfiehlt, hängt wiederum vom geplanten Vorhaben bzw. dessen Umfang ab. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, ca. 10 Prozent der Gesamtkosten in der Hinterhand zu haben, um bestens gewappnet zu sein.


 

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