Financial graphs on the computer monitor

Die Europäische Zentralbank (EZB) gerät zunehmend unter Druck. Notenbankchef Mario Draghi kündigte vergangene Woche an, dass die EZB ihren Kurs ändern könnte. Im Herbst will sie ihre Instrumente auf den Prüfstand stellen. Eine sehr niedrige Inflation und ein mittlerweile wieder sehr starker Euro haben zu dieser Entscheidung geführt.

Somit stehen die Chance auf eine Zinswende, die immer mehr Finanzexperten fordern, deutlich besser. Viele Menschen würden sich über diesen Schritt freuen – mit Ausnahme angehender Bauherren und Immobilienkäufer. Ein höherer Leitzins würde nämlich höhere Kosten bei der Baufinanzierung bedeuten. Es kommt die Frage auf, was zu tun ist, sollten die Marktzinsen tatsächlich anziehen.

Ausblick auf die Entwicklung des Leitzinses

Zunächst ein kurzer Ausblick auf die Dimensionen der Zinswende. Es ist nicht klar, ob sie wirklich kommt. Mario Draghi war schon mehrfach für Überraschungen gut, niemand würde sich wundern, wenn die nächsten Notenbanksitzungen wie zuletzt verlaufen und der Leitzins unverändert bleibt. Selbst wenn die EZB erstmalig ihren Leitzins wieder anhebt, dürfte dies nur auf unterster Stufe geschehen, um generell ein Signal an die Märkte zu senden. Weitere und vor allem deutliche Zinsanhebungen sind äußerst unwahrscheinlich – zumindest für ein Zeitfenster der nächsten 12 Monate.

Grund dafür ist nicht zuletzt die schwierige Situation in Europa. Insbesondere in Deutschland brummt die Wirtschaft, höhere Zinsen wären angemessen. In andern Ländern stehen wiederum mehrere Banken stark unter Druck, sodass ein niedrigerer Leitzins helfen würde. Schon allein deshalb kann sich die EZB auf keine starke Anhebung des Leitzinses einlassen. Ebenso ist davon auszugehen, dass eine Fortsetzung der bisherigen Anleihekäufe folgt.

Tipps zur Finanzierung bei Bau oder Kauf

Wer in absehbarer Zeit eine Immobilie erstehen möchte, sollte sich nicht zu sehr unter Druck gesetzt fühlen. Dennoch scheint es generell sinnvoll zu sein, die Konditionen für das Immobiliendarlehen möglichst zeitnah festzuzurren. Noch sind die Hypothekenzinsen sehr günstig, sodass es diese Chance zu nutzen gilt.

Selbst wenn das Vorhaben noch einige Monate auf sich warten lässt, kann die Finanzierung durchaus schon bald festgemacht werden. Viele Banken haben keine Schwierigkeiten damit, wenn Finanzierungskunden ihre Darlehensbeträge erst Monate später abrufen. So gut wie immer stehen die Darlehensbeträge ein halbes Jahr bereitstellungszinsfrei – bei Bauvorhaben sogar häufig sogar noch länger.

Tipps für die Anschlussfinanzierung

Bei der Anschlussfinanzierung besteht das Risiko, dass das neue Darlehen (dessen Aufnahme über den Restschuldbetrag der alten Finanzierung erfolgt) teurer wird uns sich damit die Monatsrate erhöht. Erfreulicherweise können sich diejenigen, die bereits finanzieren, besonders gut absichern. Bausparvertrag und Forwarddarlehen sind zwei attraktive Instrumente zur Zinssicherung.

Gerade hier mag die Vorgehensweise manchmal komplex erscheinen. Dennoch ist es möglich, ohne großen Aufwand einen guten Schutz zu erhalten. Unsere Finanzierungsspezialisten prüfen gerne, welche genauen Möglichkeiten in Ihrem bestehen. Die Beratung ist selbstverständlich kostenlos und unverbindlich, d.h. Sie gehen mit Ihrer Anfrage keinerlei Risiko ein und können jederzeit selbst entscheiden, wie und mit wem Sie finanzieren.

 

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