Längst hat es sich herumgesprochen, dass es über den Weg der Zwangsversteigerung möglich ist, günstig an ein Eigenheim zu gelangen. Da wundert es nicht, dass immer mehr Personen mit dem Gedanken spielen, Zwangsversteigerungstermine zu besuchen und dort ggf. auch mitzubieten. Allerdings müssen viele Interessenten einräumen, dass sie sich mit den Abläufen und Gepflogenheiten von Zwangsversteigerungen nicht auskennen. Dabei ist genau das enorm wichtig – denn sollte man den Zuschlag auf ein Objekt erhalten, wird man unmittelbar Träger von Rechten und Pflichten.

Zu den Pflichten zählt unter anderem die sofortige Leistung einer Anzahlung. Zehn Prozent des Auktionspreises müssen vor Ort am Amtsgericht in bar angezahlt werden. Es gab Zeiten, in denen es möglich war, die Anzahlung in Barmitteln zu leisten. Allerdings sind diese Zeiten längst vorbei: Gerichte nehmen Barzahlungen wegen der hohen Beträge mittlerweile nicht mehr an. Stattdessen werden Schecks mit entsprechender Deckung gefordert.

Jeder Interessent, der eine Zwangsversteigerung nicht einfach nur besuchen sondern dort ernsthaft mitbieten möchten, muss deshalb im Vorfeld einen akzeptierten Scheck besorgen – sollte man den Zuschlag erhalten und die Anzahlung nicht leisten können, führt dies zu unmittelbaren Schwierigkeiten. Folglich ist es wichtig, sich rechtzeitig um die Beschaffung des Schecks zu kümmern.
Im Grunde ist es nicht schwierig, einen entsprechenden Scheck von seiner Bank zu erhalten – sofern man sich in der Lage befindet, den Betrag aus Eigenmitteln zu hinterlegen oder die Bank einer Immobilienfinanzierung zustimmt und das Vorhaben ohnehin begleiten würde. Allerdings darf die Bearbeitungszeit nicht unterschätzt werden: Man sollte die Bank nicht erst am Tag der Zwangsversteigerung aufsuchen.


 

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