Symbol of the house with silver key on vintage wooden background

Vielen Bauherren ist nicht bewusst, auf welches „Abenteuer“ sie sich beim Hausbau einlassen. Nicht nur während der Bauzeit, sondern bereits davor und auch danach gilt es sich zahlreichen Herausforderungen zu stellen. Diese können wiederum zu Stress führen, weshalb für so manchen Bauherren feststeht, dass er kein zweites Mal bauen würde.

Doch so muss es nicht kommen. Mit Know-How und entsprechender Planung lassen sich viele Stolpersteine umgehen. Nachfolgend haben wir praktische Tipps aus der Praxis zusammengetragen, die Bauherren enorm entlasten können.

Tipp 1: Auf die wichtigen Dinge konzentrieren

Es fällt immer wieder auf, dass Bauherren ihren Fokus voll und ganz die Bau des Gebäudes richten. Vor allem der Innenausbau ist ein großes Thema, weil er sich über eine lange Zeitspanne erstreckt und viele Entscheidungen zu treffen sind. Oft ist der Stress so groß, dass andere Dinge zu kurz kommen.

Leider handelt es sich dabei häufig um die wirklich wichtigen Dinge, wie z.B. die Baufinanzierung oder entscheidende Versicherungen. Als Folge werden nicht die besten Entscheidungen getroffen, die unnötig hohe Darlehenszinsen oder einen unzureichenden Versicherungsschutz zur Folge haben. Soweit darf es nicht kommen. Manchmal muss die Wahl der Fliesen, Rollläden oder Tapen verschoben werden, denn so manch unangenehmes Thema ist schlichtweg zu wichtig.

Tipp 2: Finanziellen Puffer einplanen

Unser erster Tipp stammt aus dem Feld der Baufinanzierung. Leider wird ein Bauvorhaben oft teurer als ursprünglich kalkuliert. Für etliche Bankkunden bedeutet dies, sich um eine Nachfinanzierung bemühen zu müssen. Allerdings sind Nachfinanzierungen äußerst kostspielig und so manche Bank lässt sich mit der Zusage viel Zeit.

Umso hilfreicher ist es, einen finanziellen Puffer einzuplanen. Es ist ratsam, einen mittleren Betrag an Eigenkapital in der Hinterhand zu behalten. Oder es wird ein Immobiliendarlehen gewählt, das nicht in vollständiger Höhe abgenommen werden muss. Einige Banken sind damit einverstanden, dass der Bauherr am Ende nicht den gesamten Finanzierungsrahmen ausschöpft. Alternativ wird ein etwas höheres Darlehen aufgenommen, um den im Idealfall überschüssigen Darlehensbetrag sofort per Sondertilgung zurückzuzahlen. Solche Details sind jedoch im Vorfeld genau zu planen und vorzubereiten, damit die Bank auch tatsächlich mitspielt.

Tipp 3: Ein strenger Bauherr sein und die Baustelle gut im Auge haben

Dass viele Bauvorhaben teurer werden als ursprünglich geplant, kann verschiedene Gründe haben. Einer der Hauptgründe ist jedoch, dass viele Bauunternehmen und Handwerksbetriebe dazu neigen, an ihren Kunden gut zu verdienen. Sofern keine permanente Aufsicht stattfindet, verlangsamt so mancher Betrieb das Arbeitstempo. Wer sich absichern möchte, zeigt Präsenz oder vereinbart Festpreise. Im zweiten Fall ist es umso wichtiger, die erbrachte Leistung fachkundig zu kontrollieren, um mögliche Baumängel sofort reklamieren zu können. Außerdem sollten Absprachen niemals nur mündlich getroffen, sondern stets schriftlich festgehalten werden, um diese im Ernstfall (z.B. vor Gericht) nachweisen zu können.

Tipp 4: Nie zu früh die Wohnung kündigen

Mit dem Einzug haben es die meisten Bauherren eilig. Kein Wunder, denn je früher sie aus ihrem gegenwärtigen Mietobjekt herauskommen, desto besser ist dies für die privaten Finanzen. Die Praxis zeigt allerdings, dass sich viele Bauherren zu ehrgeizige Termine setzen und den Umzug zu früh angehen möchten. Als Folge kann großer Ärger drohen, insbesondere wenn der Vermieter schon einen Nachmieter gefunden hat und Verträge unterzeichnet wurden. Meist ist es deshalb sinnvoller, die Wohnung ein wenig später zu kündigen, um auch hier einen Puffer zu haben.

 

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