Es ist immer gut, wenn sich Bauherren in der Lage befinden, möglichst viel Eigenkapital einzusetzen. Dies geschieht in der Praxis auch sehr häufig, wobei das Geld allerdings keinesfalls nur von den eigenen Ersparnissen rührt. Die Mehrheit der Bauherren und Immobilienkäufer befindet sich im mittleren Alter und hat er kürzlich eine eigene Familie gegründet. Die Ersparnisse sind oft überschaubar, ein stattlicher Teil des Eigenkapitals stammt häufig von den Eltern.

Dass Eltern ihre Kinder beim Immobilienerwerb ordentlich finanziell unterstützen, ist alles andere als ungewöhnlich. Aus Sicht der Eltern ist das Geld sinnvoll investiert, zumal ihr Nachwuchs dadurch unmittelbar finanziell entlastet wird – und das gleich doppelt. Schließlich verringert ein hoher Eigenkapitaleinsatz den Bedarf an Fremdkapital und zudem verbessert sich häufig die Beleihung, was wiederum zu einem niedrigeren Zinssatz führt.

In einigen Fällen stellen die Eltern ihr Geld lediglich in Form eines Darlehens zur Verfügung. Meist wird es jedoch geschenkt, was für die angehenden Eigenheimbesitzer umso erfreulicher ist. Allerdings kann die Freude ganz schnell umschlagen – spätestens wenn sich das Finanzamt meldet und eine Schenkungssteuer erheben möchte.

Genau hiermit rechnen die wenigsten Personen, was schlichtweg mit Unwissenheit zu tun hat. Weder die Schenkenden noch die Beschenkten denken an das Entstehen einer möglichen Steuer. Als Folge kann eine überraschend hohe Steuerbelastung drohen, weshalb es sinnvoll ist, sich erst zu informieren und dann zu schenken. Im Idealfall stellt sich heraus, dass keine Steuer anfällt. Sollte sie doch entstehen, kann nach Lösungen gesucht werden, um das Entstehen einer Steuerlast zu verhindern oder diese zumindest zu senken.

Genau Auskünfte über die Höhe der Steuer können wir an dieser Stelle leider nicht geben. Ob und in welcher Höhe die Schenkungssteuer anfällt, hängt drei Faktoren ab, nämlich der Höhe des Betrags, dem Zeitpunkt der Schenkung und insbesondere dem bestehenden Verwandschaftsverhältnis. Hieraus ergeben sich zahlreiche Kombinationen, die wiederum ganz unterschiedliche Steuersätze zur Folge haben. Gerade wenn es um die Schenkung sehr hoher Beträge geht, kann es sogar sinnvoll sein, zunächst einen Steuerexperten aufzusuchen.


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share