Weil ein Darlehensvertrag mit der Bank zustande gekommen ist, bedeutet dies noch lange nicht, jederzeit über den Betrag des Immobiliendarlehens verfügen zu können. In der Praxis sieht die Welt ein bisschen anders aus: Die Banken stimmen einer Auszahlung erst dann zu, wenn die sogenannten Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Die Auszahlungsvoraussetzungen umfassen mehrere Punkte, die es zu berücksichtigen gilt. Im Vordergrund steht die Erbringung von Nachweisen. So möchte die Bank zum Beispiel eine Bestätigung über die Grundschuldeintragung haben. Ebenso müssen bestimmte Dokumente im Original oder zumindest als beglaubigte Abschrift überreicht werden, damit die Bank über die Gewissheit verfügt, dass die aktuelle Situation genau den Bedingungen entspricht, unter deren Annahme die Darlehenszusage erfolgt ist.

Allerdings sind sich nicht alle Darlehensnehmer der Bedeutung bewusst, die diese Schritte mit sich bringen. Dies trifft besonders für Baufinanzierungen über Direktbanken zu. Ist ein Darlehensvertrag zustande gekommen, so teilt die Bank ihre Auszahlungsvoraussetzungen noch mit – dann ist der Darlehensnehmer am Zug. Häufig meldet sich die Bank nicht mehr, was schon so manchem Darlehensnehmer zum Verhängnis wurde. Denn ohne Erfüllung der Auszahlungsvoraussetzungen wird die Bank keine Auszahlung vornehmen. Auf diese Weise besteht die Gefahr, dass der Darlehensnehmer mit seinen Zahlungen in Verzug gerät.

Deshalb ist es umso wichtiger, sich rechtzeitig mit der Bank in Verbindung zu setzen und die Auszahlungsvoraussetzungen zu erfüllen. Ebenso gilt es zu überprüfen und sich am besten auch bestätigen zu lassen, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind. So ist für den Darlehensnehmer sichergestellt, sein Darlehen jederzeit abrufen zu können.?


 

Diese Meldung weiterempfehlen

 Share  Share  Share  Share